Deutsch in aller Welt      
  Facebook   Unsere / Nuestros / Our
Websites 
  Newsletter
Peru-Spiegel-Mail 
 
Loading
 

CAAL

Oxapampa 2017

Blumenau 2016

Joinville 2015

Nova Petrópolis 2014

São Paulo 2013

Buenos Aires 2012

Frutillar 2011

Joinville 2010

Pozuzo 2009

Juiz de Fora 2008

Tovar 2007

Entre Ríos 2006

Blumenau 2005

Santiago 2004

Montevideo 2003

«Deutsche» Internetseiten

Afrika

Asien

Australien

Europa

Lateinamerika

Nordamerika

Actualidades

Aktuelles

Für Deutschsprachige, deren Nachfahren und Vereinigungen

Impressum

 

 

 

CAAL 2011 Frutillar

Neuntes Treffen der deutschsprachigen Gemeinschaften Lateinamerikas

Noveno encuentro de las comunidades de habla alemana de América Latina

Joel Guilherme Velten:

der Film «Gegenwärtige Vergangenheit» von Eduardo Lerina

Der nachfolgende Text ist von den Organisatoren des Treffens als Zusammenfassung mit erweiternden Angaben zum Thema des Originalvortrags in portugiesischer Sprache erarbeitet.


Der Film führt uns zurück in das Leben der aus Pommern eingewanderten Siedler (die ersten kamen 1859 nach Espírito Santo) und mit welchen Gegebenheiten sie in ihrer neuen Heimat im Norden von Rio de Janeiro, im Staate Espírito Santo, in der harten Anfangszeit zurechtkommen mussten. Wir erleben aber auch, wie die Nachkommen der bis Ende des 19. Jahrhunderts in Espírito Santo eingewanderten Pommern (schätzungsweise 2000 an der Zahl) heute ihr Leben gestalten und was die Gründe dafür sind, dass sie ihre Kultur und ihre eigene Sprache, das Pommeranische, in diesem fernen Landesteil, fast 2000 km getrennt von ihren Landsleuten im Süden Brasiliens, weitgehend bewahrt haben.

Noch heute wird im Bundesstaat Espírito Santo in den Orten Afonso Cláudio, Pancas, Itarana, Santa Leopoldina, Santa Maria de Jetibá, Vila Pavão, Domingos Martins und Laranja da Terra das Pommersche als Umgangssprache gesprochen. Wohl einmalig unter den Siedlungsgebieten der Brasildeutschen dürfte jedoch die Tatsache sein, dass die beiden «Capixaba»-Gemeinden Santo Vila Pavão und Santa Maria de Jetibá Pommeranisch nach Portugiesisch zur offiziellen Zweitsprache erklärt haben.

Der für den Film zuständige Referent Joel Guilherme Velten ist väterlicherseits Nachkomme von Hunsrückdeutschen (Velten) und mütterlicherseits Pomeraner (Braun). Die Veltens zählten zu den ersten 39 Einwandererfamilien aus dem Hunsrück, die 1847 die Kolonie Santa Isabel, die erste deutsche Kolonie in Espírito Santo, gründeten. Seine Großmutter Emilie Henriette Braun stammte aus dem Dorf Neurese bei Stettin (Provinzhauptstadt von Pommern). Sie kam mit ihren Eltern zunächst in der Kolonie Santa Leopoldina. Später zogen die Brauns nach Melgaço in die Kolonie Santa Isabel, wo der Referent heute lebt. Joel Velten arbeitet an der Gemeinde von Domingo Martins im Bereich «Kulturelle Information».